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Bürger aus Hurghada deckt Belästigung von Meeresschildkröte auf

calendar_monthJanuar 30, 2013

Bürger aus Hurghada deckt Belästigung von Meeresschildkröte auf

Es ist erst eine Woche her, seit wir aufgedeckt haben, dass ein Hotel im Sinai sein Neujahrsbuffet mit einem Haikadaver dekoriert hat. Nun müssen wir weitere beunruhigende Nachrichten über eine andere gefährdete Art bestätigen: die Echte Karettschildkröte. Am 24. Januar 2013 veröffentlichte eine besorgte Bürgerin aus Hurghada namens Lana Kravchenko eine Reihe von Fotos und ein Video auf ihrem Facebook-Profil. Die verstörenden Bilder zeigen einen jungen Mann an Bord eines Bootes namens "Gorgona", der achtlos eine Echte Karettschildkröte festhält. Der Mann legt die hilflose Schildkröte dann auf den Boden des Bootsdecks, während die Leute um ihn herum pfeifen und jubeln. Ein Gast, der während des Vorfalls an Bord des Bootes war, nahm das kurze Video am 22. Januar auf. Dieser Gast handelte sehr verantwortungsbewusst und übergab das Video vor der Heimreise seinem örtlichen Reisebüro. Dieses Verhalten ist nicht nur illegal und unverantwortlich, es zeugt auch von eklatanter Ignoranz seitens der Guides und Gäste. Schildkröten werden von der IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft und sind im gesamten Roten Meer akut bedroht. Die Hauptbedrohungen für Meeresschildkröten gehen von unverantwortlicher Küstenbebauung, künstlicher Beleuchtung und unsachgemäßem Ankern aus, wodurch Niststrände und Nahrungsgründe wie Seegraswiesen und Korallenriffe zerstört werden; von Müll und Plastiktüten, die von Schildkröten versehentlich verschluckt werden und zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen; von Wasserverschmutzung, die oft mit Krankheiten wie Fibropapillom-Tumoren in Verbindung gebracht wird; von Schnellbooten und Jetskis, die Meeresschildkröten schwer verletzen und ihren Tod verursachen können; sowie von Beifang, insbesondere bei industriellen Schleppnetz- und Ringwadenfischern. Wir möchten unserer Gemeinschaft versichern, dass die Verantwortlichen für diese kriminelle Aktivität zur Rechenschaft gezogen werden. HEPCA hat bereits Kontakt mit den Nationalparks aufgenommen, und wir werden Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.