HEPCA nimmt an nationalem Workshop zu biologischer Vielfalt und Kohlenstoffmärkten in Ägypten teil
Der Workshop wurde von der ägyptischen Umweltbehörde (EEAA) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert und von Plus Egypt for Consulting & Services durchgeführt. Er brachte ein breites Spektrum an Akteuren zusammen, darunter Vertreter von Regierungsstellen, der Finanzaufsichtsbehörde, der ägyptischen Börse, Forschungszentren, Universitäten, internationalen Organisationen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, lokalen Gemeinschaften und dem Privatsektor.
Ziel der Veranstaltung war es, das nationale Verständnis für Biodiversitäts-Kohlenstoffmärkte zu verbessern, Akteure bei der Umsetzung von biodiversitätsbasierten Kohlenstoffprojekten zu unterstützen und die Koordinierung zwischen Institutionen zu stärken, um vorrangige Ökosysteme, institutionelle Lücken sowie Daten- und MRV-Bedarfe (Monitoring, Reporting, and Verification) zu identifizieren. Der Workshop trug auch zum Kapazitätsaufbau für die Einrichtung einer nationalen Plattform und eines technischen Rahmens für biodiversitätsbasierte Kohlenstoffzertifikate bei.
Während des zweitägigen Programms befassten sich technische Sitzungen mit Schlüsselthemen wie Biodiversität als Kohlenstoff-Asset, Blauem Kohlenstoff und naturbasierten Lösungen, Kohlenstoffspeicherung in Mangroven, Seegras, Feuchtgebieten und Küstenökosystemen sowie den Grundlagen freiwilliger und gesetzlicher Kohlenstoffmärkte, internationalen Standards und MRV-Anforderungen. Eine Podiumsdiskussion beleuchtete die politische und institutionelle Landschaft Ägyptens und die Rolle der biologischen Vielfalt in nationalen Klimastrategien.
Die Teilnahme von HEPCA spiegelt ihre fortlaufende Rolle bei der Verknüpfung von wissenschaftlicher Forschung, Felderfahrung und Politikentwicklung wider, insbesondere in der Region des Roten Meeres. Durch ihre langjährige Arbeit im Meeresschutz, im Management von Schutzgebieten und in Ökosystemen mit blauem Kohlenstoff trägt HEPCA zu nationalen Bemühungen bei, die Biodiversitätsschutz und Klimaschutz integrieren.
Der Workshop endete mit Beiträgen der Akteure zur Gestaltung des nationalen Rahmens und einem Feldbesuch auf der Insel Abu Monkar, bei dem die Teilnehmer Mangroven- und Korallenriffökosysteme beobachteten. Dies unterstrich die Bedeutung von Vor-Ort-Daten und standortbezogenem Naturschutz für die Entwicklung effektiver Biodiversitäts-Kohlenstoff-Projekte.