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Naturschutz

Kampf um Giftun

Der Kampf zur Rettung der Giftun-Insel vor einer Tourismusentwicklung im Wert von 2 Milliarden US-Dollar ist zweifellos das HEPCA-Projekt, das die größte öffentliche Unterstützung und das meiste Interesse der internationalen Medien geweckt hat. Die Giftun-Insel ist das Juwel in der Krone der Tauchgebiete von Hurghada. Mindestens 40 % der Tauchplätze von Hurghada befinden sich vor ihren Küsten, die mehr als 196 Arten von Hart- und Weichkorallen und fast 800 Meeresarten beherbergen. Die Insel ist auch als wichtigstes Nistgebiet für Grüne Meeresschildkröten in der Region bekannt.

Der Kampf zur Rettung der Giftun-Insel vor einer Tourismusentwicklung im Wert von 2 Milliarden US-Dollar ist zweifellos das HEPCA-Projekt, das die größte öffentliche Unterstützung und das meiste Interesse der internationalen Medien geweckt hat. Die Giftun-Insel ist das Juwel in der Krone der Tauchgebiete von Hurghada. Mindestens 40 % der Tauchplätze von Hurghada befinden sich vor ihren Küsten, die mehr als 196 Arten von Hart- und Weichkorallen und fast 800 Meeresarten beherbergen. Die Insel ist auch als wichtigstes Nistgebiet für Grüne Meeresschildkröten in der Region bekannt.



Es erscheint ironisch, dass HEPCA und seine Partner-NGO am Roten Meer, die Red Sea Association for Diving and Water Sports (RSDASS), im Jahr 2004 in eine Kampagne gestürzt wurden, um die Giftun-Insel vor einer italienischen Tourismusentwicklung apokalyptischen Ausmaßes zu retten. 



Ohne Verzögerung lief eine massive Kampagne an, um die Giftun-Insel vor der Bebauung zu retten. Hunderte von Tauchbooten und Tausende von Demonstranten versammelten sich am Welterdetag auf der Giftun-Insel, gekleidet in auffällige 'Save our Giftun'-T-Shirts mit dem Aufdruck 'Not For Sale' auf dem Rücken. Eine Online-Petition sammelte mehr als 10.000 Unterschriften, die meisten davon von außerhalb Ägyptens. Tatsächlich konzentrierte sich die Kampagne bewusst auf die internationale Gemeinschaft, um erheblichen Druck auf die Regierung auszuüben, von diesem gierigen Plan Abstand zu nehmen. 



Und sie gaben nach. Nur zwei Wochen nach Beginn der Kampagne erließ Ägyptens Präsident Hosni Mubarak ein Dekret, das festlegte, dass das Schutzgebiet der Giftun-Insel so bleiben würde, wie es ist. Das Dekret besagte auch, dass auf keiner der 36 Hauptinseln des Roten Meeres, von denen 22 bereits unter Naturschutz stehen, weitere touristische Erschließungen stattfinden dürfen, bis umfassende Umweltstudien abgeschlossen sind.



HEPCA, RSDASS und all die vielen Unterstützer und Fans der Giftun-Insel hatten einen gemeinsamen Sieg errungen – bis zum nächsten Mal?