Das Red Sea Dolphin Project wird feucht und wild
Der Juni markierte den Beginn des Feldarbeits-Teils des so wichtigen Red Sea Dolphin Projects. Die engagierten Meeresbiologen von HEPCA und ein Team von enthusiastischen Freiwilligen decken derzeit das Rote Meer von Marsa Alam bis an die südlichen Grenzen Ägyptens ab. Das Projekt in Zusammenarbeit mit EarthWatch umfasst 4 Fahrten über einen Zeitraum von 40 Tagen mit einem Wechsel der Teilnehmer. Das Ziel besteht darin, die Population der Wale und Delfine (Cetaceen) zu überwachen und Vogelsichtungen zu dokumentieren. Jedes Mitglied des Teams, ob Spezialist oder Freiwilliger, ist in jeden Aspekt des Prozesses eingebunden – von den Beobachtern auf dem Skydeck, die Delfine sichten und Entfernung sowie Position melden, über die Beobachter auf dem Sonnendeck, die Art, Größe und Aktivität der Vogelpopulation notieren, bis hin zur Erfassung von Sichtungen von Meeressäugern im Wasser in der Nähe des Bootes sowie der häufiger gesichteten fliegenden Fische und Quallen. Es gibt auch Aufgaben unter Deck – „Alpha“ überwacht die Akustik und „Bravo“ kümmert sich um die Dateneingabe der Informationen, die von allen Beobachtern und Informationsquellen auf dem Boot geliefert werden. Wellenhöhe, Windgeschwindigkeit und -richtung werden ebenfalls notiert. Das Team arbeitet von der Dämmerung bis zum Einbruch der Dunkelheit und fährt feste Routen (Transite) ab – jede dauert 2 bis 3 Stunden. Bei schlechtem Wetter ist die Datenerfassung während der Fahrt nicht möglich. Daher steuert das Team geschütztere Orte an, um das Verhalten beim Schnorcheln oder vom Boot aus zu beobachten und Foto-Identifikationsprogramme durchzuführen. In diesen Phasen wird auch eine Bewertung der Korallenbleiche vorgenommen. Es ist ein faszinierendes Projekt und eine fantastische Gelegenheit für alle Beteiligten, diese erstaunlichen Tiere zu beobachten und mit ihnen zu interagieren. Die bisherigen Höhepunkte dieser Reise waren die Sichtungen von Jungtieren von 4 Arten, darunter Spinner-Delfine, Schlankdelfine, Indopazifische Große Tummler und Gewöhnliche Große Tummler. Ganz oben auf der Liste der Besonderheiten stand die Sichtung einer Kleinen Schwertwal-Mutter mit ihrem neugeborenen Kalb.