Ölkonzessionen im Süden werden auf Widerstand stoßen!
In den letzten Monaten gab es Gerüchte über die Vergabe von Ölkonzessionen im südlichen Roten Meer. HEPCA möchte unmissverständlich klarstellen, dass solche Konzessionen auf massiven Widerstand unseres Netzwerks aus Mitgliedern, Unterstützern und Interessenvertretern stoßen werden. HEPCA stellt sich gegen alle Praktiken, die das Potenzial haben, unserer Umwelt Schaden zuzufügen. Die schädlichen Umweltauswirkungen fossiler Brennstoffe sind im Laufe der Jahre gut dokumentiert worden und umfassen: Ölexploration – Seismische Messungen: Seismische Messungen werden durchgeführt, um Offshore-Ölreserven zu lokalisieren und deren Größe abzuschätzen. Um diese Untersuchungen durchzuführen, verwenden Schiffe „Schallkanonen-Arrays“ (Airguns), die hochexplosive Impulse mit hohem Schalldruck aussenden, um den Meeresboden zu kartieren. Der Lärm dieser seismischen Messungen kann Fischeier und -larven beschädigen oder töten sowie das Gehör und die Gesundheit von Fischen beeinträchtigen. Dies macht sie anfällig für Raubfische und erschwert es ihnen, Beute oder Partner zu finden oder untereinander zu kommunizieren. Ölbohrung und -verarbeitung: Der Bohrprozess setzt Tausende Liter verschmutzten Wassers in den Ozean frei, bekannt als „Bohrschlämme“ (die Giftstoffe wie Benzol, Zink, Arsen, radioaktive Materialien und andere Schadstoffe enthalten, die zur Schmierung der Bohrkronen und zur Aufrechterhaltung des Drucks verwendet werden). Leider sind diese Einleitungen weitgehend unreguliert. Rund um Bohrplattformen im Golf von Mexiko wurden hohe Konzentrationen von Metallen festgestellt, die sich nachweislich in unseren Nahrungsketten anrechnen. Eine aktuelle Studie des PEW Charitable Trust ergab, dass ein einziges Bohrloch etwa 1.500 bis 2.000 Tonnen Abfallstoffe freisetzt. Schadstoffe aus Ölbohrungen können sich auf dem Meeresboden ansammeln, dort Organismen ersticken und Fehlbildungen, genetische Schäden sowie Sterblichkeit bei Fischembryonen verursachen. Ölverschmutzungen: Ölkatastrophen können ganze Ökosysteme zerstören, und ihre Beseitigung kann viele Jahre in Anspruch nehmen. Umweltauswirkungen an Land: Da die Ölförderung eine massive Infrastruktur an Land erfordert (z. B. Straßen, Lagertanks, Pipelines, Verarbeitungsanlagen und andere Einrichtungen), können lokale Gemeinschaften durch Offshore-Bohrungen auch an Land mit Umweltproblemen konfrontiert werden. Die mit der Infrastruktur verbundenen Auswirkungen können Strände, Feuchtgebiete und Küstenlebensräume schwer beschädigen, was sich direkt auf die lokalen Gemeinschaften auswirkt, die von Tourismus und Erholung leben. Ölverarbeitungsanlagen verursachen massive Luftverschmutzung und verbrauchen zudem große Mengen an Süßwasser. Es ist bedauerlich, dass die Ölindustrie die Kosten für die Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung auf Kosten unserer Umwelt und des Tourismus externalisiert. Wir bitten alle unsere Mitglieder, ihre Stimme in dieser entscheidenden Angelegenheit vernehmbar zu machen, und wir werden Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten. Quellen: http://www.beachapedia.org/Offshore_Oil_Drilling#Overview_of_Offshore_Oil_Drilling