Ölpest-Update!
Die Gemeinschaft des Roten Meeres ist erneut aufgestanden, um unsere Umwelt, unsere Lebensgrundlage und unsere Gesundheit zu schützen. Die tapferen Bemühungen von Fischern, Tauchveranstaltern, Hotels und der lokalen Regierung zur Eindämmung des Ölaustritts müssen gewürdigt werden. Das Gouvernement hat in Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeinschaft all seine Ressourcen für die manuelle Reinigung an fast allen betroffenen Stränden eingesetzt. Die Reinigungsarbeiten in den letzten fünf Tagen waren herausragend, über 90 % der betroffenen Strände auf dem Festland wurden vollständig gesäubert, und die Arbeiten dauern an. Tauchbasisbetreiber haben ihre Erleichterung darüber geäußert, dass an den Tauchplätzen keine offensichtlichen Schäden zu verzeichnen sind und der Betrieb wieder normal läuft. Das Schutzgebiet der Nördlichen Inseln ist die am stärksten betroffene Region. Diese Inseln gehören zu den wenigen unberührten Gebieten im nördlichen ägyptischen Roten Meer und sind von hohem ökologischem Wert, da sie eine Reihe von Schlüsselhabitaten beherbergen, darunter Mangroven, Seegraswiesen, geschützte Brutgebiete für Vögel, Schildkrötennistplätze und ein ausgedehntes Riffsystem. Der Ölaustritt stammte von einer Bohrinsel etwa fünfzig Seemeilen nördlich von Hurghada, die am Mittwoch, dem 16. Juni, leckgeschlagen war; das Leck wurde versiegelt. Wir warten immer noch sehnsüchtig auf die Schadensbewertung des Naturschutzsektors sowie auf eine Erklärung, die die Identität der Bohrinsel offenlegt, die sichtlich Öl ausstößt! Die Beschädigung der natürlichen Ressourcen Ägyptens ist ein Verbrechen, das nicht ungestraft bleiben darf; und die Mitschuld einer Partei an einem solchen Verbrechen muss aufgedeckt und verurteilt werden. Dieser Vorfall zeigt deutlich, dass die Ölkonzessionen des Ministeriums überdacht werden müssen, insbesondere alle Konzessionen in der Nähe von Schlüsselhabitaten, Schutzgebieten und Tourismus-Hotspots. Wir müssen uns weiterhin als Gemeinschaft für den Schutz unserer natürlichen Umwelt einsetzen. Wir müssen gemeinsam Stellung beziehen und klarstellen, dass wir nicht zulassen werden, dass Korruption und Gier unser Ökosystem, unsere Lebensgrundlage und unsere Gesundheit zerstören.