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Fischerprotest am Hurghada Boulevard

calendar_monthApril 04, 2012

Fischerprotest am Hurghada Boulevard

Eine Flotte von 13 Booten lokaler Fischer lief am 10. März 2012 in die New Marina von Hurghada ein, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, mit denen die lokalen Fischer durch die nicht nachhaltigen Fischereipraktiken von Fischern aus Fayoum konfrontiert sind. Diese leeren nicht nur die ägyptischen Gewässer, sondern zerstören auch das empfindliche marine Leben. Die Fischer aus Hurghada fischen seit Jahrzehnten in diesen Gewässern. Ihre Fischereipraktiken sind nachhaltig; sie wissen, wo sie fischen können, sie wissen, wann sie fischen können, sie wissen, wie sie fischen können, und sie wissen, was sie fischen können, um die Ressourcen des Roten Meeres lebendig und gedeihend zu erhalten. Der Lebensunterhalt durch die Fischerei liegt seit Generationen in ihren Familien, und die meisten Familien der lokalen Fischer hängen von ihrem täglichen Fang ab. Doch durch den Rückgang der Fischbestände infolge der Massenfischerei schrumpft auch ihr täglicher Fang, sodass ihre Familien mit weniger Geld auskommen müssen, als sie zum Überleben benötigen. Solomon Ouda, Leiter der Fischergewerkschaft, sagte einmal, dass der Anblick eines toten Fisches im Wasser für ihn so sei, als würde er sein eigenes Kind ertrinken sehen. Mit den Fischereipraktiken, die von Fischern außerhalb des Roten Meeres – in diesem Fall aus Fayoum – angewandt werden, ist genau das die Folge: tote Fische an der Oberfläche. Zu ihren nicht nachhaltigen Fischereipraktiken gehört das Fischen mit großen Netzen, was zu einer hohen Menge an Beifang und einer zusätzlichen Zerstörung der Riffe führt – beides Vorfälle, die das Rote Meer nicht mehr lange überstehen kann. Zuvor war es am Samstag zu einer Konfrontation zwischen Fischern aus Hurghada und Fischern aus Fayoum gekommen, die auf recht unangenehme Weise endete und bei der mehrere Feluken (traditionelle Fischerboote) in Brand gerieten. Mit dem Einlaufen in die New Marina, einem beliebten Ort für den Tourismus, der aber auch eine Station der Küstenwache beherbergt, setzten sich die Fischer von Hurghada für ihre Rechte ein, lenkten die Aufmerksamkeit auf die Fischereiprobleme im Roten Meer und forderten die Regierung zum Eingreifen auf. Und zumindest für diesen Tag war ihre Aktion erfolgreich: Die Fischer von außerhalb des Roten Meeres verließen das Gebiet von Hurghada. HEPCA unterstützt die Fischer von Hurghada dabei, ihre Forderungen sichtbar zu machen. Es ist an der Zeit, dass die Gesetze und Vorschriften, die im Juni 2009 in der „Erklärung von Hurghada“ formuliert wurden, endlich befolgt und durchgesetzt werden. Wir werden Seite an Seite mit unseren Fischern kämpfen, bis die Fischerei im Roten Meer endlich wieder nachhaltig wird!