Ägyptische Delfinschutzgebiete auf dem Vormarsch
Das Beobachten von und Schwimmen mit Delfinen in ihrem natürlichen Lebensraum hat in der Region Hurghada in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Die Zunahme dieser Aktivitäten, insbesondere wenn sie unreguliert stattfinden, stellt höchstwahrscheinlich eine ernsthafte Bedrohung für die in dieser Region lebenden Wilddelfinpopulationen dar. Fanous ist bekannt als ein sehr kritischer Lebensraum für Indopazifische Große Tümmler (Tursiops aduncus), die in den Gewässern um Hurghada leben. Die Tiere sind daran gewöhnt, sich dem Riff zu nähern und in seine Lagune zu schwimmen, um dort Stunden (manchmal den ganzen Tag) mit Sozialkontakten und Ausruhen zu verbringen. Es ist erwiesen, dass Boote, die den Delfinen entlang des Riffs selbst in den flachen Gewässern der inneren Lagune folgen, das Verhalten der Tiere negativ beeinflussen, ihre Geschwindigkeit erhöhen und sie bei ihren natürlichen Aktivitäten stören. Darüber hinaus erfolgt die Zickzack-Navigation der Boote in Bereichen, in denen sich Schnorchler und Taucher in großer Zahl aufhalten, was zunehmend Sicherheitsbedenken aufwirft. Um zu verhindern, dass die Delfinbeobachtungsaktivitäten die Tiere dazu verleiten, das Gebiet zu verlassen (was ein großes ökologisches und wirtschaftliches Problem darstellen würde), hat der Gouverneur des Roten Meeres, General Mahmoud Assem, ein sehr wichtiges Dekret zum Schutz der wilden Delfine erlassen: Der südwestliche Bereich des Fanous-Riffs wurde zur „Schutzzone“ erklärt, in der die Einfahrt oder Navigation für alle Schiffe, ob klein oder groß, vollständig verboten ist. Das Sperrgebiet ist nun durch große weiße Bojen gut gekennzeichnet, die das HEPCA-Mooring-Team in den vergangenen Wochen ausgebracht hat. Tauch- und Schnorchelaktivitäten sind weiterhin erlaubt und es wird keine Gebühr erhoben. Nach Samadai ist das Fanous-Gebiet das zweite Beispiel für ein in Ägypten eingerichtetes Delfinschutzgebiet, was beweist, dass ein angemessenes Management in der Lage ist, diese wichtige Ressource für künftige Generationen zu erhalten. Wie können Sie dazu beitragen? Wenn Sie einen Verstoß beobachten, machen Sie bitte ein Foto und melden Sie diesen unverzüglich an HEPCA.