Erhöhtes Risiko für Korallenbleiche
HEPCA hat eine Warnung vor einem erhöhten Risiko für Korallenbleiche im Roten Meer erhalten. Der August ist in diesen Gewässern die Zeit des höchsten Risikos für Korallenbleiche, da die Wassertemperaturen steigen und sich der Prozess der Korallenbleiche beschleunigen kann. Die südlichen Riffe, insbesondere die Riffe um die Inseln Zabargad und Rocky Island, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. HEPCA ruft alle Tauchguides, Tauchlehrer und Gäste (Taucher und Schnorchler) dazu auf, uns bei der Überwachung des Auftretens von Korallenbleiche im gesamten Roten Meer zu unterstützen, indem sie auf Anzeichen von Bleiche achten (Beispiele dafür, worauf zu achten ist, finden Sie auf den Fotos unten). Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, notieren Sie bitte so viele der folgenden Informationen wie möglich. Fotos sind äußerst nützlich, leiten Sie diese also bitte nach Möglichkeit ebenfalls weiter. Datum: Name des Tauchplatzes: Tiefe: Gebleichte Korallengattungen (falls möglich): (falls kein Foto vorhanden) Größe der gebleichten Fläche (grobe Schätzung): Wassertemperatur: (von Ihrem Tauchcomputer oder dem eines anderen Tauchers am selben Tauchplatz) Hintergrundinformationen: Korallen leben in Symbiose mit einer einzelligen Alge namens Zooxanthelle, die im Gewebe der Koralle lebt. Die Koralle bietet der Alge Schutz, und im Gegenzug versorgt die Zooxanthelle die Koralle mit bis zu 90 % ihres Nahrungsbedarfs. Die Korallenbleiche ist eine natürliche Reaktion auf Umweltstress, bei der die Koralle ihre Zooxanthellen ausstößt. Die Koralle wird dann weiß oder transparent, da es die Zooxanthellen sind, die der Koralle ihre Farbe verleihen. Wenn die Bedingungen, die die Bleiche verursacht haben, nachlassen, können die Korallen überleben. Werden die Zooxanthellen jedoch nicht wieder aufgenommen, hungert die Koralle und stirbt ab. Eine Reihe von Faktoren wie Flutwellen, Verschmutzung, Sedimentation, Krankheiten und erhöhte Wassertemperaturen können dazu führen, dass Korallen unter Stress geraten und ausbleichen. In den letzten Jahren war die Hauptursache für die Korallenbleiche eine Folge des Klimawandels – ungewöhnlich hohe Wassertemperaturen. Bleibt die Wassertemperatur über einen längeren Zeitraum über dem Durchschnitt, kann es zu einer schweren und weit verbreiteten Bleiche kommen, die auch als „Massenbleiche“ bezeichnet wird. Die ersten Anzeichen einer Massenbleiche sind uneinheitlich und reichen von allmählich und fleckig bis hin zu schnell und gleichmäßig. Aufgrund dieser Uneinheitlichkeit ist ein breites Netzwerk von Beobachtern, die regelmäßige Berichte über den Zustand der Riffe über ein großes geografisches Gebiet hinweg liefern, von entscheidender Bedeutung, um die ersten Anzeichen einer Massenbleiche rechtzeitig zu erkennen.