Vom Roten Meer verbannt
Im April 2013 deckten unsere Mitglieder und Unterstützer die illegalen Aktivitäten eines Tauchguides namens Mahamad Shabana auf, der sich dazu entschloss, Bilder von seinen illegalen Aktivitäten im Roten Meer zu veröffentlichen. Herr Shabana kam auf die glorreiche Idee, einige unschöne Fotos von sich auf Facebook zu posten; eines davon zeigt ihn, wie er sarkastisch in den Kadaver eines toten Weißspitzen-Riffhais beißt. Es gibt auch Fotos, die ihn beim Speerfischen sowie beim Belästigen und Berühren von Meereslebewesen zeigen, welche auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken weit verbreitet wurden. Wir haben soeben die Bestätigung erhalten, dass Seine Exzellenz Mohamed Kamel, der Gouverneur des Roten Meeres, Mahamad Shabana für ein Jahr die Arbeit als Guide im ägyptischen Roten Meer untersagt hat. Der Gouverneur hat die Rechtsabteilung angewiesen, alle rechtlichen Gerichtsverfahren in dem Fall gegen Mahamad Shabana zu verfolgen und abzuschließen. Wir möchten uns ganz besonders bei allen bedanken, die uns geholfen haben, diesen Fall aufzudecken. Wir hoffen, dass dieser unschöne Vorfall als Warnung für jeden dient, der glaubt, mit Verstößen gegen Umweltgesetze ungeschoren davonzukommen. In den letzten Monaten musste HEPCA einen besorgniserregenden Anstieg schwerer Umweltverstöße und Fälle von nicht nachhaltigen Tourismuspraktiken feststellen. Die Schwere und Häufigkeit dieser Umweltverstöße nimmt zu und ist zu einem großen Grund zur Besorgnis geworden. Auch Berichte über illegale Fischereipraktiken und die Jagd auf gefährdete Arten wie Schildkröten nehmen zu. Wir sehen immer mehr Fälle von Wilderei auf gefährdete Arten, die in lokalen Restaurants, Supermärkten oder als Dekoration und Souvenirs enden. Diese Arten sind geschützt, da sie durch Tourismuseinnahmen erhebliche Mittel für die Wirtschaft generieren. Sie sind zudem ein integraler Bestandteil der einzigartigen und erstklassigen biologischen Vielfalt des Roten Meeres. Die Jagd auf solche Tiere ist nicht nur illegal, sie stellt auch den Höhepunkt der Verantwortungslosigkeit dar. Die mangelnde Durchsetzung der Gesetze seit 2011 verschlimmert dieses Problem weiter, weshalb dringend ein Eingreifen erforderlich ist. HEPCA möchte klarstellen, dass wir Umweltverstöße ab sofort sehr ernst nehmen werden. Wir werden aktiv daran arbeiten, diese Art von illegalen Aktivitäten aufzudecken, und Schulungs- und Bildungsprogramme initiieren, um das Bewusstsein für die Ernsthaftigkeit dieses Themas zu schärfen. Wir werden Sie über diese Pläne auf dem Laufenden halten und freuen uns auf Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung unseres kostbaren Roten Meeres.