Azza Fahmy unterstützt Kunsthandwerks-Schulung für Beduinen
Die Entwicklung der Gemeinschaft stand schon immer im Mittelpunkt der Bemühungen von HEPCA und wird auch weiterhin eine unserer wichtigsten Prioritäten sein. Die transformative Philosophie von HEPCA basiert auf der Förderung der Selbstermächtigung durch Bildung und Ausbildung. Indem wir die kollektive Energie der Gemeinschaft nutzen, führen und ermutigen wir die Benachteiligten, die unsere Hilfe am dringendsten benötigen. Seit nunmehr über 6 Jahren betreiben die Beduinen von Hamata und Schalateen erfolgreich zwei Kunsthandwerkszentren, in denen insgesamt über 100 Frauen beschäftigt sind. Das Modell der Kunsthandwerkszentren von HEPCA hat sich in einer Region, in der es für die marginalisierten Beduinenstämme des Südens nur sehr wenige Beschäftigungsmöglichkeiten gibt, als durchschlagender Erfolg erwiesen. Ohne diese Zentren in Hamata und Schalateen hätten viele dieser Frauen (von denen die meisten alleinstehend oder verwitwet sind) keine Beschäftigung und nicht einmal eine Einkommensquelle. Aufgrund einer fast ein Jahrzehnt andauernden Dürre in der Region waren diese Nomadenstämme gezwungen, sich näher an der Küste niederzulassen. Die Entstehung des Massentourismus zwang sie ebenfalls dazu, in Siedlungen zu leben. Nicht nachhaltige Tourismuspraktiken tragen zudem dazu bei, die Beduinen und ihr reiches kulturelles Erbe weiter an den Rand zu drängen. Dies ist eine tragische Realität und eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gemeinschaft. HEPCA begegnet diesen Herausforderungen mit einer Reihe von Projekten zur Gemeinschaftsentwicklung, und unsere Kunsthandwerkszentren sind nur ein Beispiel dafür. Unsere jüngste Schulung im Rahmen des Kunsthandwerks-Workshops wurde im vergangenen Oktober in Zusammenarbeit mit der Azza Fahmy Foundation durchgeführt. Das umfassende zweiwöchige Schulungsprogramm wurde von Johanna-Katharina Maninger geleitet. Neben neuen Handarbeits- und Sticktechniken wurden auch Schulungen in den Bereichen Markenbildung, Marketing und Produktverbesserung angeboten. Die Beduinenfrauen zeigten sich sehr aufgeschlossen und dankbar für den Schulungsworkshop. Sie erlernten wichtige neue Fähigkeiten, die ihnen helfen werden, ihre kunsthandwerkliche Arbeit und ihren Marketingansatz weiterzuentwickeln. Besonderer Dank gilt Azza Fahmy und der italienischen Entwicklungszusammenarbeit für ihre kontinuierliche Unterstützung.