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Rote Liste der IUCN 2008 veröffentlicht

calendar_monthOktober 09, 2008

Rote Liste der IUCN 2008 veröffentlicht

Amr ist für einige Wochen in Europa unterwegs, um Spenden zu sammeln, die Arbeit von HEPCA bekannter zu machen und zuletzt am IUCN-Weltnaturschutzkongress in Barcelona teilzunehmen. Der Kongress dauert vom 5. bis 14. Oktober. Mehr als 8.000 der weltweit führenden Entscheidungsträger im Bereich der nachhaltigen Entwicklung aus Regierungen, NGOs, der Wirtschaft, den UN und der Wissenschaft kommen 10 Tage lang an einem Ort zusammen, um zu debattieren, sich auszutauschen, zu netzwerken, zu lernen, sich zu verpflichten, abzustimmen und zu entscheiden. Das Ziel: Ideen, Maßnahmen und Lösungen für eine vielfältige und nachhaltige Welt. Eines der Highlights des Kongresses ist die Veröffentlichung der jährlichen Roten Liste der IUCN: das weltweit umfassendste Inventar des globalen Erhaltungszustands von Pflanzen- und Tierarten. Was also sagt die Rote Liste der IUCN 2008 über den Zustand der marinen Arten der Welt aus? Da die Ozeane rund 70 % der Erdoberfläche einnehmen, beherbergen sie einen großen Teil der weltweiten biologischen Vielfalt. Eine Vielzahl von Meeresarten ist jedoch einem zunehmenden Aussterberisiko ausgesetzt, und die marine Artenvielfalt erleidet potenziell irreversible Verluste durch eine Reihe von Bedrohungen wie Überfischung, Beifang, Klimawandel, invasive Arten und Küstenbebauung. Die Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN ist der weltweite Goldstandard für die Erfassung der vom Aussterben bedrohten Meeresarten und bildet die Grundlage für die Festlegung von Prioritäten im Meeresschutz weltweit. Bis 2008 werden etwa 3.000 marine Arten auf ihre Bedrohung durch Aussterben untersucht worden sein. Davon wurden fast 22 % in Gefährdungskategorien eingestuft (vom Aussterben bedroht, stark gefährdet, gefährdet). Haie, Rochen und Chimären: Ungefähr 17 % der Haie und ihrer Verwandten sind bedroht, weitere 13 % gelten als potenziell gefährdet, und ein hoher Anteil (47 %) weist unzureichende Daten auf. Riffbildende Korallen: 27 % der weltweit 845 riffbildenden Korallenarten wurden als gefährdet eingestuft, weitere 20 % gelten als potenziell gefährdet und für 17 % fehlen ausreichende Daten. Zackenbarsche: Mindestens 12,4 % der weltweiten Zackenbarscharten sind heute bedroht, weitere 14 % sind potenziell gefährdet und 30 % gelten als unzureichend erforscht (ungenügende Datengrundlage). Meeressäuger: Zu den Meeressäugern gehören Wale, Delfine, Schweinswale, Robben, Seelöwen, Walrosse, Seeotter, Küstenotter, Seekühe (Manatis und Dugongs) und der Eisbär. 25 % dieser Arten sind heute bedroht. Seevögel: Über 27 % der Seevögel weltweit sind bedroht. Meeresschildkröten: Sechs der sieben Meeresschildkrötenarten sind bedroht. Mehr erfahren Sie unter http://www.iucn.org