Der aktuelle Zustand des Hurghada-Archipels (IBA)
Es ist Hochsaison für die Brutvögel auf den nördlichen Inseln des Roten Meeres. Jetzt ist es an der Zeit, die mühsam angefressenen Fettreserven aus dem Verzehr von Köderfischen zu nutzen und in Paarungsrituale, das Sammeln von Nistmaterial und hoffentlich in die Aufzucht des Nachwuchses zu investieren.
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Zügelseeschwalben vor der Giftun-Insel. |
Rußmöwe vor der Tawila-Insel. |
Die nördlichen Inseln des Roten Meeres gelten als sicherer Zufluchtsort für viele Seevogelarten sowie Meeresschildkröten – ein von BirdLife International als „Hurghada-Archipel“ anerkanntes wichtiges Vogel- und Biodiversitätsgebiet (IBA, Important Bird and Biodiversity Area). Viele Vögel investieren das ganze Jahr über in die Nahrungssuche, um ihre Gene an die nächste Generation weiterzugeben – ein biologisches Bestreben, das wir alle irgendwann zu perfektionieren hoffen.
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Ein Schwarm Seeschwalben auf der Magawish-Insel. |
Ein einsamer Brauntölpel vor Giftun. |
Die Inseln galten einst als Zufluchtsort für Vögel, Schildkröten, Pflanzen und Eidechsen. Doch der anthropogene Druck und die Flächennutzung für Freizeitaktivitäten gefährden derzeit die Brutpopulationen dieser Arten. Nicht nur menschliche Aktivitäten sind ein Problem, sondern auch vom Menschen verursachte Probleme wie Rattenplagen, insbesondere durch die Wanderratte (Rattus norvegicus) – ein Verursacher schwindender Bestände auf vielen Inseln weltweit und eine echte Bedrohung für die Artenvielfalt der ägyptischen Inseln.
Obwohl der Druck auf die biologische Vielfalt weltweit gravierend ist, kann jeder Einzelne ein Teil der Lösung und nicht des Problems sein. Vögel, Schildkröten, Skinke und sogar Krabben haben das Recht zu leben und sich fortzupflanzen. Wenn Sie also auf den Inseln das Angebot des Roten Meeres genießen, gilt das Motto: Leben und leben lassen.